Was ist ein Oszilloskop?

Es ist ein quasi künstlich zusammengesetztes Wort aus dem lateinischen oscillare = schaukeln und dem altgriechischen skopein = betrachten.

Das Oszilloskop (früher auch Oszillograph genannt) ist eine elektronische Messapparatur, das mehrere elektrische Spannungen gleichzeitig sichtbar machen kann. Von besonderem Interesse ist bei diesen Messungen meistens der zeitliche Verlauf bzw. die zeitlichen Änderungen der Spannungskurven, die dann direkt auf einen kleinen Bildschirm gebracht werden. Früher bediente man sich dazu Bildröhren, heute werden LCD-Displays verwendet. Manchmal hört man in diesem Zusammenhang auch die Bezeichnungen Oszillograph, oder einfach kürzer nur „Oscar“, „Oszi“ oder „Scope“. Ein Anwendungsbeispiel wäre ein EKG, bei dem Elektroden auf der menschlichen Haut die Bewegungen des schlagenden Herzens in Spannungsimpulse überführen, die dann via Oszilloskop / Oszillograph sichtbar gemacht werden können.

Wofür braucht man ein Oszilloskop?

Der Verlaufsgraph stellt die Spannnungen anhand von Amplituden in einem Koordinatensystem dar

Der Verlaufsgraph stellt die Spannnungen anhand von Amplituden in einem Koordinatensystem dar

Bei einer solchen Spannungszeitreihe spricht man auch von einem Verlaufsgraphen, der in einem zweidimensionalen Koordinatensystem dargestellt werden kann. Dabei repräsentiert die horizontale X-Achse die Zeit und auf der vertikalen Y-Achse werden die Spannungen im Sinne der Amplitude aufgetragen. Das sich so ergebende Erscheinungsbild wird dann als Oszillogramm bezeichnet.

Die früher üblichen analogen Oszilloskope / Oszillographen waren mit einer Kathodenstrahlröhre (ähnlich einer Fernsehbildröhre) ausgestattet und wurden daher auch als Kathodenstrahloszilloskop bezeichnet. Diese Geräte sind heute durch ihre digitalen Nachfolger quasi ganz vom Markt verdrängt worden. Besonders für Neuentwicklungen oder Reparaturen in den Bereichen Elektrotechnik und Elektronik werden Messgeräte wie z. B. das Multimeter oder eben das Oszilloskop als Diagnosewerkzeuge dringend benötigt. Oszilloskope machen beispielsweise die hochfrequenten elektrischen Signale bei Fernsehern, in der Computerelektronik oder auch in Radios sichtbar und können diese genau quantifizieren.

Hier bekommst du weitere Informationen

Wir vom Oszilloskop-Ratgeber haben dir verschiedene Themen zum weiterstöbern zusammengetragen:


Unsere Empfehlungen

Wir haben dir im Folgenden aus unseren ausführlichen Produktvorstellungen drei empfehlenswerte Oszilloskope zusammengestellt – für jedes Projekt:

Oszilloskope für jedes Projekt

Aus unseren Tests lassen sich folgende Oszilloskope für Einsteiger bis zum Hobbybastler empfehlen.
  • Bandbreite:
  • Displaygröße:
  • Vertikale Skalierung:
  • Eingangsimpedanz:
  • Abtastrate:
  • Zeitbasis:
  • Gewicht:

Velleman HPS140i Handoszilloskop

  • Das günstige Handheld Oszilloskop für Heimanwender
  • Bandbreite: 10MHz (-3dB oder -4dB abhängig von ausgewählten Einstellung)
  • Displaygröße: 128x64 Pixel
  • Vertikale Skalierung: 1 mV ‑ 20V/div
  • Eingangsimpedanz: 1 Mega-Ohm
  • Abtastrate:bis 40MSa/s
  • Zeitbasis: 250 ns ‑ 3600 s/div
  • Gewicht: 200g

Hantek 6022BE Digital Oszilloskop

  • Für Elektronik-Bastler und kleine Reparaturen
  • Bandbreite: 20MHz
  • Displaygröße: -
  • Vertikale Skalierung: 20mV – 5V/div (x1 Tastkopf), 200mV – 50V/div (x10 Tastkopf), 2V – 500V/div (x100 Tastkopf), 20V ~ 5KV/div (x1000 Tastkopf)
  • Eingangsimpedanz: 1 Mega-Ohm
  • Abtastrate:bis 48MSa/s
  • Zeitbasis: 4 ns ‑ 3600 s/div
  • Gewicht: 781g

Rigol DS1052E Oszilloskop

  • Gute technische Werte zu einem vernünftigen Preis
  • Bandbreite: 50MHz
  • Displaygröße: 5,7 Zoll LCD Display (320 x 234 Pixel)
  • Vertikale Skalierung: 2 mV ‑ 10 V/div
  • Eingangsimpedanz: 1 Mega-Ohm
  • Abtastrate: 500 MSa/s
  • Zeitbasis: 5 ns ‑ 50 s/div
  • Gewicht: 2,4kg